Aufruf zur Nachttanzdemo für körperliche Selbstbestimmung am 25. August in Kassel!

Die Gruppe Feminism Unlimited Kassel ruft auf zur Nachttanzdemo für körperliche Selbstbestimmung.

Can�t believe we still have to protest this shit � Nachttanzdemo für körperliche Selbstbestimmung am 25. August in Kassel

Mehr Infos auf ihrer Seite.

Festwoche im „Kulturschlachthof“! Mit Workshops zu „Recht auf Stadt“ und „Refugee Black Box“

Mit einem bunten Programm aus kulturellen und politischen Veranstaltungen wird kommende Woche in Jena das neue sozio-kulturelle Zentrum „Kulturschlachthof“ eröffnet. Wir freuen uns mit Allen, die für ein selbstbestimmtes Leben kämpfen, über diesen neuen vielfältig dafür nutzbaren Raum!

Pekari auf Schloss Neuschweinstein
Mit drei Veranstaltungen beteiligen wir uns an den Festivitäten:

Am Montag, dem 06. August werden wir zusammen mit unseren FreundInnen von The VOICE – Refugee Forum einen „Refugee Black Box“-Bastelworkshop machen. In den vergangenen Jahren ist die „Black Box“ zum Symbol der politischen Autonomie und der Kämpfe von Geflüchteten gegen Abschiebung und soziale Isolation geworden. Auf kommenden Aktionen der Flüchtlingscommunity wird dieses Symbol wieder zum Einsatz kommen.

Am Dienstag, dem 07. August laden wir ab 14:00 Uhr zu einer Diskussionrunde zum Thema „Recht auf Stadt“ ein:

Freiräume. Soziale Zentren. Stadt für Alle? Unter dem Slogan “Recht auf Stadt” kämpfen wir für Bleiberecht, Selbstbestimmung und die Vergesellschaftung von Wohnraum. Doch was verbindet Kämpfe gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn mit Kulturprojekten und Freirauminitiativen? Was können selbstverwaltete Räume wie der Schlachthof zu einer Stadt-für-Alle beitragen? Und was soll das überhaupt sein, diese Stadt für Alle, und warum ist das so cool?

Anschließend zum Tagesausklang freuen wir uns auf den guten alten Solitresen, der im Kulturschlachthof möglicherweise sein neues Zuhause gefunden hat. Auf die kommenden 99 Jahre!

KEIN SCHLUSSSTRICH! Kundgebung zur Urteilsverkündung im NSU-Prozess | 11. Juli ab 17:00 Holzmarkt

In Gedenken an:
Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter

5 Jahre nach der Eröffnung des Prozesses gegen Beate Zschäpe und einige Unterstützer des sogenannten NSU bleiben mehr Fragen als eine wirkliche Aufklärung der Entstehung, Verheimlichung und Vertuschung seiner menschenverachtenden Aktivitäten. Vor allem den Betroffenen des faschistischen Terrors wird nach wie vor viel zu wenig Solidarität und Gerechtigkeit zu Teil.

Auch in Jena, der Herkunftsstadt der NSU-Gruppe, gibt es weiterhin kaum eine angemessene Beschäftigung seitens der Stadt und Zivilgesellschaft mit ihren Nazis. Das Kapitel NSU soll nach dem Urteil des Oberlandesgerichts in München nach Willen der Staatsanwaltschaft, staatlicher Behörden und der Regierungen zu den Akten gelegt werden. Damit werden auch heute stattfindende Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt – bis hin zur Entstehung weiterer rechtsterroristischer Gruppierungen wie der „Gruppe Freital“ – relativiert und verschleiert.

Lasst uns dagegen protestieren, an die Betroffenen denken, ihr Recht einfordern und für eine lückenlose Aufklärung eintreten! Erinnern wir uns auch daran, dass Jena der Herkunftsort des NSU ist und damit – wie auch in München – kein Schlussstrich ziehen!

Unter anderem wollen wir auf der Kundgebung die Anklageschrift des „Tribunals ‚NSU-Komplex‘ auflösen“ hören. Verzichtet bitte insbesondere in diesem Fall auf Parteisymbole und Vereinnahmungsversuche.

Am Tag der Urteilsverkündung werden in vielen Städten Demonstrationen und Kundgebungen stattfinden. Einen Überblick, sowie den vollständigen Aufruf zur Demonstration beim Oberlandesgericht in München gibt es auf auf nsuprozess.net.

Beyond the red lines – Film und Infos zu Klimakämpfen

Jena goes Kohlegrube! Gemeinsam mit anderen Klima-Aktivist*innen haben wir in den vergangenen Wochen in Jena eine ENDE GELÄNDE Ortsgruppe gegründet. Die Vorbereitungen auf das Aktionswochende im Oktober laufen jetzt an. Kommende Woche zeigen wir zur Einstimmung den klimapolitischen Film „Beyond the red lines“. Kommt dazu, macht mit!

BEYOND THE RED LINES
Film- und Infoveranstaltung zu Klimakämpfen
Freitag 13. Juli | 19 Uhr im Grünen Haus (Schillergäßchen 5)

Klimagerechtigkeit wird seit Jahrzehnten gefordert und seit eben so vielen Jahrzehnten einfach aufgeschoben. Alle wissen, dass die Kohle im Boden bleiben muss, um die Klimakrise nicht noch weiter zu verschärfen. Trotzdem bleibt Deutschland Braunkohleweltmeister – nirgendwo anders wird so viel Kohle gefördert wie hierzulande. Die weltweiten Folgen sind so beträchtlich wie sie gefährlich sind: Zerstörung von wertvollen Ökosystemen, Schädigung des Grundwassers und Bodens, gesundheitliche Belastung aufgrund von Emission und Strahlung, die ganze Umsiedlung von Dörfern und Zerstörung lokaler Gemeinschaften,.. die Liste wird kein Ende finden.

Aber wir müssen dem ein Ende setzen! Im Oktober wollen wir mit vielen Menschen aus Jena, Weimar und Erfurt zu den Braunkohleprotesten ins Rheinland fahren, um gegen den Braunkohleabbau zu protestieren:
SYSTEM CHANGE NOT CLIMATE CHANGE!

Am Freitag Abend wird es einen Film zu verschiedenen Aktions- und Protestformen hier und über Grenzen hinweg geben, der Information, wie auch Motivation verspricht. Und im Anschluss würden wir uns freuen, wenn wir gemeinsam einen Raum für Informationsaustausch, Anregungen und Erfahrungsberichte rund um die Klimaproteste gestalten könnten und so einen Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit machen- durch Beachtung der Thematik und vielleicht ja auch darüber hinaus!?
Wir freuen uns auf einen entspannten wie spannenden Abend mit euch!

„..und jede echte Hoffnung in dieser Krise wird von unten kommen müssen.“

– Naomi Klein, Klimaaktivistin

„HAMBURGER GITTER – Der G20-Gipfel als Schaufenster moderner Polizeiarbeit“ – Filmvorführung in Jena am 05. Juli

Pünktlich zum Einjährigen der Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg freuen wir uns in Jena den Dokumentarfilm „Hamburger Gitter“ vom Berliner Filmkollektiv Leftvision zeigen zu können. Ein Film über Protest, Justiz, Sicherheit und Ordnung – und die Methoden eines Staates, der im Juli letzten Jahres sein ganzes Arsenal zu Schau trug.

HAMBURGER GITTER
Doku, BRD 2018, 76 min.
05. Juli 2018 | Kino am Markt
1. Vorstellung 19:00 Uhr (+ anschließendes Gespräch mit Teilen des Fimteams)
2. Vorstellung 21:30 Uhr

Der G20-Gipfel als Schaufenster moderner Polizeiarbeit

31.000 Polizisten, brennende Autos, 20 Regierungen zu Gast – eine Stadt scheint traumatisiert. Auch ein Jahr nach dem G20-Gipfel sucht die Polizei noch mit allen Mitteln nach hunderten Verdächtigen, die Politik fordert harte Strafen, die Gerichte leisten Folge und die wenigen kritischen Stimmen verblassen im allgemeinen Ruf nach Law and Order.

17 Interviewpartner*innen aus Polizei, Medien, Wissenschaft, Justiz und Aktivismus ziehen in diesem Film Bilanz. Welche Freiheitsrechte konnten in Hamburg dem Druck standhalten? War dieser Ausnahmezustand der Startschuss für eine neue sicherheitspolitische Normalität?

Trailer: Hamburger Gitter (YouTube)

Website zum Film: hamburger-gitter.org