Archiv für Februar 2016

Wieder AFD-Aufmarsch in Jena & Antifaschistischer Jugendkongress in Chemnitz


Die AFD kommt am 09.März wieder nach Jena. Nachdem der Versuch von Mühsahl und co. durch Jenas Straßen zu ziehen im Januar kläglich an den zahlreichen Blockaden von Antifaschist_innen gescheitert war, mobilisieren sie nun ein weiteres Mal zu einer Demonstration in der Innenstadt. Erfurt ist der thüringer AFD wohl nicht genug. Diese Raumnahme werden wir gemeinsam mit Vielen zu verhindern wissen. Auch dieses Mal werden wir dem völkischen Rassismus und Nationalismus der AFD in Jena Keinen Meter lassen.

Und weil wir nicht nur Nazis hinterherrennen wollen, sondern auf eine antifaschistische Offensive hinarbeiten, freuen wir uns über den kommenden Jugendkonkress in Chemnitz, wo vom 01.-03.April mit Jugendlichen aus der ganzen Region ein kleiner Schritt in genau diese Richtung getan wird.

Aus dem Aufruf unter dem Motto „Time to Act“:
„Es ist kalt in Deutschland: Nazis patrouillieren durch die Straßen, tagtäglich gibt es Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte, ständig dasselbe rassistische Stammtischgelaber bei der AfD oder beim örtlichenPegida-Ableger und es steht schon wieder eine Asylrechtsverschärfung an. Wir finden das zum kotzen!
Wenn es euch auch so geht und ihr zusammen mit anderen was dagegen tun wollt, dann kommt zum antifaschistischen Jugendkongress (JuKo) nach Chemnitz! (…)“

SOLITRESEN #8 – Gefangenensolidarität und Rhythms of Resistance

Heute Abend gibts wieder geselliges und undogamtisches Bier bei unserem monatlichen Solitresen. Ab 21Uhr gibts auch einige Infos zu den laufenden Unterstützungskampagnen der Gefangenensoligruppe in Jena, die wir dieses Mal mit den Einnahmen supporten. Ein anderer Teil der Kohle geht außerdem an die Trommler_innen der Jenaer Sambagruppe vom „Rhythms of Resistance“-Netzwerk.

BREAK DEPORTATION! – Antirassistisches Netzwerktreffen in Jena

Am kommenden Samstag, dem 20.Februar wird es in Jena unter dem Motto BREAK DEPORTATION! ein thüringer Vernetzungstreffen gegen Abschiebungen und Isolation geben
(17Uhr | Haus auf der Mauer, Johannisplatz 26). Wir dokumentieren den Einladungstext und schließen uns dem Aufruf zu antirassistischer Intervention gegen die thüringer Abschiebemaschinerie und zu Solidarität mit den Betroffenen ausdrücklich an.

For the english version of the invitation letter click here.

Einladung zum thüringer Vernetzungstreffen gegen Abschiebungen und Isolation

In den letzten Wochen und Monaten wurden zahlreiche Roma-Familien in sogenannte „Sichere Herkunfsländer“ abgeschoben, jene Staaten auf dem Balkan, in denen Diskrimierung und Verfolgung für Roma furchtbarer Alltag ist. Weitere Abschiebungen sind für diesen Winter angekündigt, hunderte nach Deutschland geflüchtete Menschen sind von den Drohungen betroffen. Wer von ihnen die zynischen Dokumente der thüringer Ausländerbehören zur „Freiwilligen Ausreise“ nicht unterschreiben will, lebt zur Zeit in ständiger Angst vor der Abschiebung in Länder, in denen sie teilweise mit dem Tod bedroht werden.

In Zeiten von Asylrechtsverschärfungen, gesteigerter Gewalt und massenhafter rechter Mobilmachung gegen Geflüchtete wollen wir dieser abscheulichen staatlichen Praxis gemeinsam etwas entgegensetzen. Mit dem „Break Deportation“-Treffen wollen wir den Anfang für eine thüringenweite antirassistische Vernetzung mit dem Ziel praktischer Solidarität und Widerstands machen. Wir, das sind Geflüchtete, von Abschiebung bedrohte, Antirassist_innen, Menschen, die die systematische Isolation und Deportation des deutschen Staates nicht länger hinnehmen wollen.

Wir laden alle ein, mit uns zu kämpfen, selbstorganisiert und unabhängig von jenen Institutionen und Parteien die an der Abschiebungsmaschinerie beteiligt sind.< <

Jede Abschiebung ist ein Verbrechen! ALLE BLEIBEN!

Mehr Infos:
breakdeportation.blogsport.de/
Email: roma-thueringen@posteo.de

Wir, die ALOTA und linksradikale Praxis – Interview in der aktuellen Lirabelle

Zwei Jahre in Folge haben wir in Jena die „Alternativen Orientierungstage“ (ALOTA) organisiert – eine vielschichtige linke Veranstaltungsreihe zum Semesterbeginn. In der aktuellen Ausgabe des Thüringer Szene-Blatts Lirabelle sprechen wir mit den Genoss_innen vom Infoladen Sabotnik aus Erfurt über die Idee dahinter. Wir bilanzieren ein wenig und halten unsere Erfahrungen mit den Möglichkeiten und Fallstricken linker Praxis in der Hochschule fest.

„[…]Die vielen Veranstaltungen zum Semesterbeginn bringen einen Haufen Leute zusammen, stellen politische Gruppen und Projekte vor und bieten für Neuangekommene gleich zu Beginn des Studiums eine Perspektive über den Mensa-Tellerrand hinaus. Im Zentrum der ALOTA steht damit nicht der Universitätsbetrieb, sondern das widerspenstige Jena als Ganzes. [… ]

[…] Mit dem Schwerpunkt auf Projekte wie den ALOTA laufen wir natürlich Gefahr, das elitäre Projekt der durchakademisierten Mittelstandslinken weiter zu reproduzieren. Aber seien wir mal ehrlich: Das ist ein bundesweites Problem der (radikalen) Linken, was eigentlich noch ganz andere grundlegende Auseinandersetzungen mit dem eigenen Politik-Modus und all den eingefleischten Szenegewohnheiten erfordert.[…]

Den ganzen Artikel findet ihr auf lirabelle.blogsport.eu oder in gedruckter Version im Infoladen und an anderen einschlägigen Orten der Thüringer Polit-Landschaft.