ALOTA 2018: Zum fünften Mal Alternative Orientierungstage an der FSU Jena

Die Alternativen Orientierungstage 2018 stehen in den Startlöchern! Das fünfte Jahr in Folge erwartet Erstsemestler*innen der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) ein umfassendes kritisches Begrüßungsprogramm aus Workshops, Vorträgen und Stadtrundgängen. Zusammen mit dem Arbeitskreis „Politische Bildung“ des Studierenderates der FSU, sowie Genoss*innen von den Falken und der FAU Jena haben wir auch dieses Jahr über 60 Veranstaltungen zusammengestellt, die das widerspenstige Jena sichtbar machen sollen.

Wer also über den Mensa-Tellerrand hinaus schauen und linke Politik in Jena kennenlernen möchte, sich für antirassistische, antifaschistische oder (queer)feministische Themen interessiert oder über antikapitalistische Wohnungs-, Klima- und Bildungskämpfe in der Stadt informieren möchte, wer Anschluss an kritische (Hochschul)Gruppen sucht oder einfach Leute kennenlernen will, die auch nach Alternativen zum Hamsterrad-Hochschultrott suchen, der sollte in den kommenden Wochen unbedingt bei den ALOTA vorbeischauen!

Alle aktuellen Infos zu den Veranstaltungen, sowie das Programm-Booklet gibt es auf alota-jena.org und auf Facebook.

Wir sind dieses jahr mit folgenden vier Veranstaltungen bei den ALOTA vertreten:

Awareness – Alltagssexismen auf die Schliche kommen
09. Oktober | 12:00-14:00 Uhr, Hörsaal 9 (Carl-Zeiss-Straße 3)
Die meisten Frauen* erfahren im Laufe ihres Lebens sexualisierte Gewalt. Jede Frau* ist betroffen von den Unterdrückungsmechanismen patriarchaler und/oder heteronormativer Machtstrukturen – ob bewusst oder unbewusst. Gesamtgesellschaftlich werden solche Übergriffe und Strukturen häufig verharmlost. Das steht im krassen Kontrast zu den Folgen für Betroffene: z.B. Ohnmachtsgefühle durch Objektifizierung. Oft werden daraus entstehende Aggressionen auf sich selbst projiziert. Wir wollen mit euch typische Muster sexualisierter Gewalt und Alltagsexismen aufdecken, über Täter-Opfer-Umkehr und Definitionsmacht sprechen. Sensibilisierung und Awareness helfen, kritische Situationen zu erkennen und sich aus der passiven Opferrolle und/oder Mechanismen der Selbstbeschuldigung zu empowern. Außerdem wollen wir über den juristischen Rahmen sexualisierter Gewalt und Unterstützer*innnenkreise reden, um auf geschehene Übergriffe zu reagieren. Im Anschluss laden wir in einer geschützten FLTI*-Runde zum Erfahrungsaustausch ein.

Mietest du noch, oder kämpfst du schon?
15. Oktober | 16:00 – 18:00 Uhr im Frei(T)raum (Carl-Zeiss-Straße 3)
Die Mieten steigen überall – auch in Jena. Rund um krasse Fälle von Verdrängung und Entmietung stellt sich die soziale Frage derzeit verstärkt als (neue) Wohnungsfrage. Vor diesem Hintergrund kämpfen wir als Teil der Recht auf Stadt-Bewegung für eine Stadt für Alle. In unserem Workshop wollen wir zunächst zeigen, was hinter diesen Slogans steckt, um anschließend gemeinsam mit euch zu diskutieren: Wie ist die Wohnungssituation von Studierenden? Welche Rolle haben wir auf dem Wohnungsmarkt einer Universitätsstadt wie Jena? Was sind Handlungsmöglichkeiten und Protestformen gegen den aktuellen Mietenwahnsinn?

Antifa in Ostdeutschland – Teil 1
16. Oktober | 19:00 – 21:00 Uhr, Hörsaal 7 (Carl-Zeiss-Straße 3)
Von einer Jugendkultur zur eigenständigen Bewegung: Antifaschismus in der DDR. Anfang der 90er Jahre formierte sich im Umfeld des DDR-Fußballmilieus eine immer aktivere und offen militante Naziszene. Zeitgleich entwickelte sich eine alternative Punk- und Jugendkultur, die der staatsozialistischen Konformität und den Übergriffen der Nazis widersprach. Um den spezifischen Bedingungen unter denen antifaschistische Politik Ostdeutschland stattfindet auf die Spur zu kommen, haben wir einen Zeitzeugen eingeladen.

Antifa in Ostdeutschland – Teil 2 (mit Katharina König- Preuss)
18. Oktober | 19:00 – 21:00 Uhr, JG Stadtmitte
Von der Geschichte lernen: Antifaschismus in Jena und Thüringen nach der Wende bis heute. Wie sahen die Anfänge der Antifabewegung in Jena und Thüringen aus? Unter welchen Bedingungen machen wir heute antifaschistische Politik und aus welchen Fehlern und Erfahrungen können wir heute lernen? Um darauf Antowrten zu finden, haben wir uns Katharina König-Preuss und einen älteren antifaschistischen Aktivisten eingeladen. Katharina König-Preuss wuchs in den 90ern in Jenaauf und engagierte sich früh in der noch jungen Antifaszene. Heute arbeitet sie als Landtagsabgeordneten bei der Partei die LINKE in Thüringen und ist Sprecherin für Antifaschismus, Netzpolitik und Datenschutz. Zusammen mit einem älteren Aktivisten wird sie von ihren Erfahrungen des Antifaschismus ab den 90ern in Jena und Thüringen berichten.

Wir freuen uns immer über neue Mitstreiter*innen. Kommt gern in den Veranstaltungen auf uns zu!


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