Archiv der Kategorie 'Aktionen'

Es gibt kein Ruhiges Hinterland! | Am 15.07.17 zur Antifa-Demo nach Themar!

Nachdem 2015 und 2016 Nazikonzerte in Hildburghausen unter dem Namen „Live H8″ und „Rock für Identität“ mit 1.500 und 3.500 teilnehmenden stattfanden, wird für dieses Jahr in Themar von den Behörden bis zu 5000 Nazis erwartet, die teils aus ganz Europa dafür anreisen. Damit ist das Nazifestival, welches dieses Jahr unter dem Namen „Rock gegen Überfremdung“ stattfindet vermutlich das größte Europas. Angemeldet wurde das ganze vom umtriebigen Nazi Tommy Frenck, um ihn schart sich die Gruppe „Turonen/Gareden20″, die das Festival organisieren. Dazu zählen u.a. Angeklagte des „Ballstädt-Prozesses“, welche tief im „Blood & Honor“-Netzwerk verwurzelt sind.

Ein kleines antifaschistisches Bündnis organisiert dieses Jahr glücklicherweise einen kleinen Gegenprotest! Es wird sich ab 8:30 am Bahnhof Themar gesammelt. Währendessen gibt es in den Örtlichkeiten mehrere kleinere Kundgebungen. Ab 12:30 startet ab Grimmelshausen eine kleine Demo über Kloster Veßra, wo Tommy Frenck wohnt, am Nazifestival vorbei wieder zum Bahnhof Themar zurück.

Also, kommt am 15.07 ab 8.30 zum Bahnhof Themar, bringt eure Freund*innen und Genoss*innen mit und seid vorsichtig. Fahrt möglichst mit Auto oder Bus. Für alle die dennoch mit Zug fahren wollen: Teffpunkt des Aktionsnetzwerkes ist Samstag um 7:30 am Bahnhof West

Link für Facebook Seite des antifaschistischen Bündnis:
https://www.facebook.com/Themar1507/

Zum Aufruf:
http://themar.blogsport.eu/aufruf/

Facebookseite des Aktionsnetzwerkes:
https://www.facebook.com/aktionsnetzwerk/

Zusammenfassender Artikel von Haskala zu Nazikonzerte in Thüringen:
https://haskala.de/2017/03/23/blood-honour-bewirbt-rechtsrock-konzert-in-thueringen/

Zeitungsartikel zur Einschätzung der Behörden:
http://www.insuedthueringen.de/region/thueringen/thuefwthuedeu/Behoerden-rechnen-mit-5000-Neonazis-zum-Rechtsrock-Konzert;art83467,5613126

Leben schützen! Abtreibung legalisieren! Weg mit § 218! – Feministische Proteste in Annaberg-Buchholz | Anreise aus Jena

Zusammen mit dem ProChoiceSachsen-Bündnis mobilisieren wir auch in diesem Jahr am 12.06. nach Annaberg-Buchholz um dort gegen den Schweigemarsch christlicher Fundamentalist*innen zu demonstrieren. Diese ziehen bereits seit 2007 auf die Straße, um Frauen* das Recht auf Abtreibung abzusprechen. Mehrere hundert Menschen protestierten seit 2014 jährlich gegen diesen Mist und für ein selbstbestimmtes Leben. Daran wollen wir auch dieses Jahr anknüpfen!

Mobiveranstaltung „Die `Lebensschutzbewegung‘ in Sachsen und der feministische Widerstand“

31.05. | 19 Uhr im Frei(T)raum (Carl-Zeiss-Str. 3)

In Vorbereitung auf die diesjährige Demo in Annaberg-Buchholz wollen wir einen Einblick in Strukturen, Ideologien und Organisationen der ‚Lebensschützer_innen‘ geben und den feministischen Protest dagegen beleuchten. Außerdem wird es praktische Infos zur Anreise und den Gegenprotesten geben. Falls für die Teilnahme an der Veranstaltung eine Kinderbetreuung benötigt wird, meldet euch bitte vorab bei uns! Infos zur Barrierefreiheit für den Campus der FSU Jena gibts hier: https://tinyurl.com/kddxxb6

Kommt mit uns nach Annaberg!

Wir haben für die gemeinsame Anreise einen Bus organisiert, wofür ihr die Tickets an folgenden Orten bei uns kaufen könnt (7€):
- 29.05.: SoKü im Haus (haltet nach einem Tisch mit Plakat zur Demo Ausschau!)
- 31.05.: Mobilisierungsvortrag im Freitraum
- 07.06.: Sokü in der Insel (auch hier: Tickets gibts beim ausgehängten Plakat!)

Wenn ihr es nicht zu diesen Terminen schafft, dann schreibt uns an pekari@riseup.net und wir legen euch welche zurück.

Kurzaufruf: Leben schützen! Abtreibung legalisieren! Weg mit § 218!

Jedes Jahr versammeln sich Gegener_innen von Abtreibungen. Auch in Annaberg-Buchholz wird seit 2010 zu sogenannten “Schweigemärschen” mobilisiert. Diese richten sich gegen das Selbstbestimmungsrecht aller Menschen – insbesondere derer, die schwanger werden können. Die Veranstaltung wird aktuell vom Verein “Lebensrecht Sachsen” organisiert. Anmelder Thomas Schneider ist nicht nur Gründer und Mitglied evangelikaler Gruppen sondern auch gut vernetzt in nationalistisch-rassistischen Kreisen. Die “Schweigemärsche” im sächsischen Erzgebirge sind ein Sammelbecken für Personen und Organisationen, die Nationalismus, Sexismus und feindliche Einstellungen gegenüber homosexuellen Menschen sowie Trans*personen und intergeschlechtlichen Menschen verbreiten und Abtreibungen um jeden Preis verhindern wollen.

Aufgrund restriktiver Gesetze haben jährlich 22 Millionen ungewollt Schwangere weltweit keinen Zugang zu einem sicheren, legalen Schwangerschaftsabbruch. Glücklicherweise steigen die Zugänge zu medikamentösen Abtreibungsmethoden. Trotzdem gibt es immer noch viele Personen die zu gefährlichen Selbst- oder Fremdabbrüchen, wie dem Einführen von Gegenständen in den Uterus, oder kostspieligen Reisen in dahingehend liberalere Länder gezwungen sind. Jedes Jahr sterben ca. 47.000 von ihnen an den Folgen. Unzählige weitere leiden unter Komplikationen oder juristischer Verfolgung.
Daher sind Abtreibungsgegener_innen nicht für das Leben. Denn wer das Leben ungewollt schwangerer Menschen schützen will, muss Abtreibungen legalisieren! Diese Legalisierung ist auch in Deutschland nicht erreicht. Im Gegenteil – noch immer stellt der §218 StGB Abtreibungen generell unter Strafe.

Wir wollen, dass sich das endlich ändert! Deshalb fordern wir:

Leben schützen! Abtreibung legalisieren! Weg mit §218!

Alle anderen Veranstaltungen in weiteren Städten und viele Hintergrundinfos findet ihr unter:
http://schweigemarsch-stoppen.de/

KEIN BOCK AUF MACKERSCHEIẞE! – Gegenveranstaltung zum „Männertag“ | 25.Mai 2017

Ihr habt keinen Bock darauf, euch beim Weg durch die Stadt wie Freiwild zu fühlen? Große Gruppen besoffener Männer findet ihr scheiße? Auf anzügliche Kommentare und Blicke, die euch im Vorbeigehen ausziehen, könnt ihr verzichten?

Wir auch! Deswegen wollen wir dieses Jahr eine Alternative zum sogenannten ‚Männertag‘ anbieten. Mackertum, dummen Sprüchen und der unheilvollen Allianz zwischen Alkohol, Sexismus und Nationalismus wollen wir Empowerment, Spaß und einen Safe Space entgegensetzen. Deshalb laden wir euch dazu ein, am 25. Mai 2017 in den Gewölbekeller im Haus auf der Mauer zu kommen. Los geht es gegen 14 Uhr.

Unter anderem soll es einen Vortrag zur Entstehung und Geschichte des sogenannten Männertags geben – im Anschluss daran lässt sich dann sicher wunderbar darüber diskutieren, was genau unsere Kritik ist und was man dagegen so unternehmen könnte (16 Uhr). Oder wollt ihr einfach nur mit Gleichgesinnten einen netten Nachmittag verbringen? Es wird etwas zu essen, Kuchen und Getränke gegen Spende geben, ebenso wie einen Büchertisch, die Möglichkeit Filme zu schauen oder sich in der Cross-Dress-Ecke auszuprobieren. Und wer aktiv werden möchte, kann Stencils herstellen oder sich am Transpi-Malen für die Demo in Annaberg-Buchholz beteiligen. Und wer weiß, was der Abend noch so bringt… Gerne könnt ihr auch selbst Klamotten für die Cross-Dress-Ecke oder zum besprayen mitbringen. Und selbstverständlich sind auch Kinder herzlich willkommen!

Wir freuen uns darauf, mit euch zusammen einen tollen Tag zu gestalten! Kommt dafür am Donnerstag, dem 25. Mai von 14 – 20 Uhr in den Gewölbekeller vom Haus auf der Mauer!

Stay Safe und Mackern auf die Fresse!

AM 1. MAI GEMEINSAM NACH GERA: Neonazipartei „III. Weg“ stoppen!

Die ostthüringische Kleinstadt Gera soll am 1.Mai Bühne werden für ein völkisches, nationalistisches, antisemitisches Spektakel, veranstaltet von der neonazistischen Kaderpartei „lll.Weg“. (Aus dem Kurzaufruf zur antifaschsitischen Gegendemo)

Nicht mit uns! Wie schon in den letzten Jahren in Saalfeld und Plauen, will die Neonazi-Partei “Der III.Weg” in diesem Jahr in Gera am 1.Mai ihre faschistische, rassistische, antifeministische und antisemitische Ideologie auf die Straße tragen. Die Partei der “III.Weg” ist aus den ehemaligen Nazi-Strukturen des “Freien Netzes Süd” entstanden. Die Kaderpartei versucht seit dem vor allem über Antikapitalismus neue Menschen zu agitieren. Dem Aufmarsch wollen Antifaschist*innen eine kraftvolle Demonstration entgegensetzen. Wir möchten die antifaschistischen Strukturen in Gera unterstützen und rufen deshalb dazu auf, sich am 1.Mai ihrer Demonstration anzuschließen.

Treffpunkt am 1. Mai ist um 10 Uhr am Hauptbahnhof Gera. Mehr Infos und den kompletten Aufruf gibts auf geraaufwuehlen.blogsport.de

In Vorbereitung auf die Gegendemo wird es in Jena einige Mobi- und Infoveranstaltungen geben:

Sonntag, 16.April 2017
Mobivortrag & anschl. Soliparty
ab 20 Uhr im Cafe Wagner (Wagnergasse 26)
Mehr Infos zum inhaltlichen und musikalischen Abendprogramm gibt´s hier.

Dienstag, 18. April 2017
auf abWEGen – Vortrag zum III.Weg
20 Uhr im Seminarraum 113 (Carl-Zeiss-Straße 3)
Nach einem Info-Vortrag zu der Neonazi-Partei und ihren Strategien, wird es zudem einen kurzen Input zu den am 1. Mai in Gera geplanten Veranstaltungen und weitere Infos zu gemeinsamen Anreisemöglichkeiten geben.

Donnerstag, 20. April 2017
Solitresen 4 geraaufwuehlen
ab 20Uhr in der „Insel“
Die Einnahmen vom Solitresen fließen diesen Monat in die antifaschistische Mobilisierung gegen den Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai in Gera. Auch hier wird es nochmal eine kleine Mobi-Veranstaltung mit aktuellen Informationen und der Möglichkeit zum Austausch über Gegenprotest und Anreise geben.

Gemeinsam mit Antifaschist*innen aus ganz Thüringen und Sachsen werden wir also am 1.Mai dem rechten Spektakel eine kraftvolle, antifaschistische Demonstration entgegensetzen, die Provinz ein wenig aufwühlen, Antirassismus umsetzen und Solidarität leben. Antifa bleibt auch Landarbeit!

Die Kämpfe verbinden: Am Frauen*kampftag zur Knastdemo nach Chemnitz!

Gemeinsam mit unseren Freund_innen der Jenaer Soligruppe der Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) mobilisieren wir am 08. März nach Chemnitz, um dort für die volle Gewerkschaftsfreiheit hinter Gittern, den Mindestlohn für alle arbeitenden Gefangenen und deren Einbeziehung in die Sozialversicherung einzutreten. Es gilt mehr Aufmerksamkeit für die besondere Situation von inhaftierten Frauen* zu schaffen und diese in ihrem Kampf gegen die widrigen Bedingungen vor Ort zu unterstützen!

Hier findet ihr den vollständigen Demoaufruf: https://gefangenensolijena.noblogs.org/post/2017/02/14/solidaritat-mit-den-inhaftierten-frauen-und-gewerkschafterinnen/

Es gibt einen Bus für die gemeinsame Anreise aus Jena: Für mehr Infos oder Ticket-Reservierungen schreibt uns eine Mail oder kommt Freitags ins Infocafe im Infoladen (15-18 Uhr).