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Wir stellen uns vor + Solitresen


Im Rahmen der „Alternativen Orientierungstage“ stellen wir unter dem Titel Schweinsein im Schweinesystem uns und unser Konzept einer offenen Basisgruppe vor und wollen über Ohnmacht und Perspektiven einer sich im Wandel befindenden radikalen Linken diskutieren. Wer Interesse hat, ist gern gesehen!

Für den Rest des Abends laden wir dann zum vierten (ANITRA-)SOLITRESEN ein. Dieses Mal gehen die Gelder an antirassistische Projekte im Raum Jena.

Kommt zum Couchcafe!

„Kommt zum Couchcafe!“
Di.-Fr. / 12-18Uhr im Uni-Foyer am Ernst-Abbe Platz

Ab heute findet ihr uns beim zentralen Anlauf- und Infopunkt der Alternativen Orientierungstage (ALOTA). Dort gibt es jede Menge politisches Infomaterial und linke Zeitschriften, einen unübersehbaren Timetable für die nächsten Tage, leckeres Essen vom Foodsharing e.V. und viele gemütliche Sofas. Von 12-18Uhr findet ihr dort immer jemanden zum Quatschen.

Wir haben uns übrigens im Foyer am Ernst-Abbe-Gebäude eingenistet – nicht wie ursprünglich mit der Uni vereinbart draußen auf dem Campus.
Weil es dort arschkalt ist und wir keine Lust haben uns von der Uni erzählen zu lassen, dass das Foyer drinnen wegen fünf Info-Stellwänden der STET (die „normalen“ Studieneinführungstage) vollständig belegt sei.
Das Couchcafe ist jetzt also quasi eine kleine Uni-Besetzung :P

Ein Grund mehr mal vorbeizuschauen!

Alerta Alota!

Alternative Orientierungstage 2015

Herbst 2015, ein neues Semester beginnt, der Zyklus startet von vorne. Friedolin, Credits und Musterstudienpläne wollen wieder unser Leben beeinflussen.
Doch wir sagen: Studieren muss mehr als das sein! Die diesjährigen „Alternativen Orientierungstage“ (ALOTA) in Jena stehen in den Startlöchern und damit knapp 50 Workshops, Vorträge, Stadtrundgänge, Film-, Diskussions- und Kneipenabende rund um das politische Leben in Jena. Wir möchten hiermit alle Interessierten, Aktiven und solche die es werden wollen einladen, vorbeizuschauen! Alles Wichtige rund um die ALOTA 2015 findet ihr auf http://alota.co.vu/.

Veranstaltungsmarathon, Couchcafe, Eröffnung – Kommt vorbei!

Alle Veranstaltungen werden vom 12.-24.Oktober in und rund um die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) stattfinden. Das Programm und den Timetable, sowie zahlreiche Informationen zu den Veranstaltungen, beteiligten Gruppen und zentralen Spots, findet ihr auf http://alota.co.vu/.
In der ersten Woche wird es außerdem vom Dienstag bis Freitag das „Couchcafe“ auf dem Campus am Ernst-Abbe-Platz geben. Von 12-18 Uhr könnt ihr dort alle möglichen Infos und Materialien bekommen und „Alteingessene“ zu Studium, Leben und Aktivismus in Jena ausquetschen.
Und es sei nochmal auf die „Feierliche Eröffnung“ am Montag, den 12.Oktober um 11Uhr in Hörsaal 8 hingewiesen. Wir würden uns freuen auch dort den einen oder die andere von euch zu sehen und auf die anstehende kritischen Wochen die Sektkorken knallen zu lassen.

Über Friedolin hinaus gehen

Mit dem zweiwöchigen Veranstaltungsmarathon vom 12.-24.Oktober wollen wir nun das zweite Jahr in Folge „Erstis“ aber auch allen anderen Interessierten einen kritischen Einstieg ins neue bzw. erste Semester ermöglichen. Alternative Orte und Kultur, aktive Gruppen und Initiativen, kritische Perspektiven auf den Hochschulbetrieb, die Stadt und die Gesellschaft – die kommenden zwei Wochen sollen eine Möglichkeit sein, sich über all das eine Orientierung zu verschaffen.
Unter dem Motto „Still not lovin´ Friedolin“ grenzt sich das Ganze also bewusst ab von den klassischen Einführungen in den Hochschul-Trott aus Prüfungsordnung, Modulkatalog und Musterstudienplan. Friedolin, das Online-Verwaltungsprogramm der FSU, ist für uns der symbolische Knotenpunkt all dessen und Ausdruck eines immer mehr auf ökonomische Verwertung getrimmten Universitätssystems. Die eingeschränkte Perspektive auf ein Leben im Studium, die sich hieraus ergibt, wollen wir nicht akzeptieren: Die Unizeit bietet mehr als das Sammeln von Credit Points.

Das widerspenstige Jena sichtbar machen

Im Zentrum der ALOTA steht damit nicht der Universitätsbetrieb, sondern das widerspenstige Jena, jener Teil der Stadt, der sich nicht der postulierten Alternativlosigkeit der jetzigen Verhältnisse beugen will. Dieser nicht immer sichtbare Teil soll in den zahlreichen Events beleuchtet und eine kritische Perspektive auf den Rest gestärkt werden. Wir wollen also mit den „Alternativen Orientierungstagen“ eine Bresche schlagen in den unübersichtlichen Jenaer Polit-Dschungel und den häufig schwer auffindbaren Weg dorthin freilegen. Wer aktiv werden will, sich nach Formen der Selbstorganisierung und alternativen, solidarischen Strukturen umsieht, wird also in den zwei Wochen hoffentlich inspiriert und fündig werden.

Linke Perspektiven stärken

Aber die ALOTA sollen nicht bloß das Aktiv-werden erleichtern. Wir wollen darüber hinaus inhaltlich diskutieren und Auseinandersetzungen um emanzipatorische Theorie und Praxis vorantreiben. Die Veranstaltungsreihe bündelt kritische Perspektiven und Ansätze linker Politik, um sie letztendlich zu stärken. Etwas, das im aktuellen Kontext immer erfolgreicher werdender rechter Mobilisierung – besonders auch in Thüringen – bitter nötig ist, will man nicht immer bloß reagieren und dem Anstieg reaktionärer Positionen hinterherrennen. Wir sehen die ALOTA also auch als eine Chance mit linken Perspektiven und Alternativen in die Offensive zu gehen. Ein Blick auf das Programm macht deutlich, wie dies aussehen kann: antirassistisch, feministisch, kapitalismuskritisch und solidarisch. In diesem Sinne: Wir würden uns freuen, wenn ihr dabei seid!

Aufruf zu den Alternativen Orientierungstagen in Jena!

Ahoi und herzlich Willkommen in Jena!

Die Stadt ist klein, ein bisschen spießig, historisch aufgeladen, Schiller hatte hier ein Gartenhäuschen, die DDR einen Industriestandort und das Terror-Trio der NSU ihre erste Bombenwerkstatt. Manchmal wirkt sie ein wenig provinziell, in den Semesterferien gelegentlich wie eine
Geisterstadt und ja irgendwann denkt jede*r mal, wäre ich doch besser nach Leipzig oder Berlin gegangen. Aber hey – ihr lebt jetzt hier, genau wie wir, und das ist auch gut so.

Das Märchen vom Paradies

Die ersten Eindrücke sind gesammelt, die ersten Erfahrungen gemacht und nun könnt ihr – laut FSU-Homepage – mit „Wohlfühlgarantie“ ins „Studentenparadies Jena“ durchstarten. Doch auch die Universität handelt im Wesentlichen im Sinne eines ganz und gar nicht paradiesisch anmutenden Unternehmens. Wirtschaftlichkeit steht im Vordergrund und somit wird das Studium zu einem K(r)ampf zwischen Konkurrenz- und Leistungsdruck. Viele Möglichkeiten und Räume für die Gestaltung einer unangepassten Studienzeit bleiben im Verborgenen. Kein Platz zum Fragen stellen und für kritische Auseinandersetzungen mit dem Fach, mit der Uni, mit seinen*ihren Mitmenschen, mit sich selbst. Für viele
Facetten des Lebens ist in diesem Lehrbetrieb kein Raum. Kritisches Denken zu entwickeln braucht Kraft und Zeit, die uns der alltägliche Unitrott kaum lässt. Oft arrangieren wir uns nicht zuletzt auch aus Bequemlichkeit mit diesem und drei Jahre Bachelorstudienzeit vergehen wie im Flug.

„Still Not Lovin‘ Friedolin“ – Leben besteht aus mehr als nur Creditpoints!

Soweit so schlecht, aber wir haben uns nicht zum Ziel gesetzt, euch euren Neustart in Jena zu vermiesen, sondern wir rufen euch dazu auf, euch nicht vom stetig monoton vor sich hin plätschernden Studienalltag einschläfern zu lassen! Mit dem Willen, sich gegen den allgegenwärtigen Zwang von Effizienz und Nutzen zu sträuben, wollen wir euch mit der auf diesem Blog vorgestellten Kampagne freundlich anstubsen und dazu ermuntern, zwischen den vielen neuen Eindrücken nicht zu vergessen: Es gibt ein Leben neben der Uni, auch wenn Friedolin mit Musterstudienplänen und Leistungsanforderungen einen anderen Anschein erweckt. „Still Not Lovin‘ Friedolin“ ist deshalb eine kritische Intervention und eine Einladung an euch alle, Einblicke in das andere, widerständige Jena zu gewinnen, dass sich der paradiesisch normierten Image-City widersetzt In zahlreichen Workshops, Stadtrundgängen, Filmabenden etc. wollen wir bereits existierende Initiativen, Projekte und
Orte vorstellen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam mit euch eine Vorstellung davon entwickeln, wie sich eine emanzipatorische Praxis fern des normalen Studientrotts gestalten und etablieren ließe.

Orientiert euch! Organisiert euch!

Eine neue Stadt, unzählige neue Menschen, eine neue Herausforderung. An dieser Stelle tritt oft eine uns nur allzu bekannte Ratlosigkeit und nicht selten das Gefühl ein, etwas verloren zu sein. Wir hoffen deshalb euch mit den Alternativen Orientierungstagen das Ankommen hier in
Jena zu erleichtern und euch einen umfassenden und hilfreichen Einblick zu bieten in den oft unübersichtlichen und zuweilen schwer auffindbaren Jenaer Politdschungel und die vielen Alternativen Projekte, denn: Es gibt unendlich viele Gründe sich zusammemzutun und aktiv zu werden! Kommt vorbei! Orientiert euch! Informiert euch! Werdet aktiv! Geht tanzen! Schlaft aus, mogelt, schreibt ab, bildet euch, bildet andere, bildet Banden, streikt, schwänzt, kämpft und rebelliert!

Wir freuen uns auf euch!
Eurer Orga-Team

Hier gibts noch mehr Infos und das komplette Programm!