Archiv der Kategorie 'Salonkommunismus'

„BEZIEHUNGSWEISE REVOLUTION“ – Lesung und Diskussion mit Bini Admaczak

Still talkin ’bout the revolution!
Nach unserem bereits sehr ertragreichen Salonkommunismus im Juni wollen wir nun mit einer weiteren Veranstaltung in Jena die Diskussion über eine zeitgemäße Theorie der Revolution fortsetzen. Dafür freuen wir uns riesig über Besuch von der Autorin Bini Adamczak aus Berlin!

29. November 2018
Lesung und Diskussion mit Bini Admaczak
Kassablanca/Gleis 1 (Felsenkellerstraße 13a) | Einlass ab 19:00 Uhr

Beziehungsweise Revolution
Im Oktober letzten Jahres jährte sich die Russische Revolution zum hundertsten Mal. Die globale Revolution von 1968 feiert dieses Jahr ihren Fünfzigsten. Nehmen wir diese Jubiläen zum Anlass, um zurückzuschauen, stellen sich uns als politische Linke viele Fragen: Was können wir aus den zwei völlig unterschiedlichen Versuchen, diese Welt aus den Angeln zu heben, lernen? Inwiefern waren sie erfolgreich? An welchem Punkt sind sie gescheitert oder regressiv umgeschlagen? Und wie können wir es das nächste Mal möglicherweise „besser“ machen?

Ähnlichen Fragen widmet sich auch die Historikerin und politische Theoretikerin Bini Adamczak in ihrem viel beachteten Buch „Beziehungsweise Revolution“. Die folgenreichen Ereignisse von 1917 und 1968 in ein Verhältnis wechselseitiger Kritik setzend, entwickelt sie darin eine zeitgemäße marxistisch informierte, queerfeministische Revolutionstheorie, die unsere Beziehungsweisen in den Fokus rückt und zeigt, warum das Geschlechterverhältnis „im Herzen der Revolution“ liegt. Anhand von Auszügen aus ihrem Buch wollen wir gemeinsam mit der Autorin diskutieren: Was bedeutet revolutionäre Politik heute?

Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen gefördert.

Endlich wieder ein SALONKOMMUNISMUS: „Talkin‘ ’bout a Revolution“

Salonkommunismus | 23. Juni 2018
„Talkin‘ ’bout a Revolution“
11:00 – 18:00 Uhr im DJR (Seidelstraße 21)

Im Oktober letzten Jahres jährte sich die Russische Revolution zum hundertsten Mal. In ihrem aktuellen Buch „Beziehungsweise Revolution. 1917, 1968 und andere“ nimmt Bini Adamczak dies zum Anlass, um eine zeitgemäße marxistisch informierte, queerfeministiche Revolutionstheorie zur Diskussion zu stellen. Anhand von Auszügen aus ihrem Buch, wollen wir diesen Ansatz in gemütlicher Salonkommunismus-Atmosphäre verstehen und daran anknüpfend endlich mal wieder über die Revolution diskutieren. Was hat diese mit der radikalen Veränderung unserer Beziehungsweisen zu tun? Wie entsteht revolutionäres Begehren? Gibt es eine „post-revolutionäre Depression“? Was sind die „Missverständnisse“ der Revolution? Und inwieweit liegt das Geschlechterverhältnis „im Herzen der Revolution“?

Der „Salonkommunismus“ ist ein offenes Diskussionsangebot für linke Theorie und Praxis, zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen. Mit dem Veranstaltungsformat wollen wir regelmäßige Selbstbildung in entspannter Atmosphäre ermöglichen und damit ein Grundlage für politische Arbeit in emanzipatorischer Absicht schaffen. Das ganze ist nicht als Expertenrunde oder Uni-Seminar gedacht, sondern als eine gemütliche Gelegenheit für solidarische Streits und radikale Kritik.

Salonkommunismus im März/April 2017 – UNSICHERHEIT, ANGST & SOLIDARITÄT

Mit dem Salonkommunismus wollen wir regelmäßige Selbstbildung in entspannter Atmosphäre ermöglichen und damit ein Grundlage für politische Arbeit in emanzipatorischer Absicht schaffen. Das ganze is nicht als Expert_innenrunde oder UniSeminar gedacht, sondern als eine gemütliche Gelegenheit für solidarische Streits und radikale Kritik. Gerne zu den einzelnen Veranstaltungen eigene Bücher und andere Materialien mitbringen!

Unsicherheit, Angst und Solidarität
Tag für Tag und seit Jahrhunderten zerstört der Kapitalismus Gesellschaftlichkeit, trennt uns Menschen voneinander, steht dem guten Leben im Weg. Seit geraumer Zeit produziert die kapitalistische Gesellschaft zudem Angst in beängstigendem Ausmaß: vor dem Abstieg, vor der Zukunft, vor dem Fremden, den Nachbar_innen, der Einsamkeit. Angst, Verunsicherung, Prekarisierung und Vereinzelung haben sich längst in sämtliche gesellschaftlichen Bereiche und Milieus ausgebreitet und stellen den Nährboden dar, auf dem reaktionäre Kräfte wachsen und gedeihen.

Mit einfachen Welterklärungen, chauvinistischen Gemeinschafts- und Identitätsangeboten haben neofaschistische Bewegungen und rechtspopulistische Parteien unter anderem deswegen Erfolg, weil sie damit auf die allgemeine Verunsicherung reagieren – reale Übervorteilung soll beibehalten werden. Die Rückkehr zu traditionellen Geschlechternormen ist davon genauso Ausdruck, wie die Beschwörung des Völkisch-Nationalen. Aber wir müssen uns auch an die eigene Nase fassen und den Wortführer_innen der Exklusion und Spaltung und der systematischen Verunsicherung mit einem glaubwürdigen emanzipatorischen Gegenentwurf widersprechen. Es ist an uns, den rechten Vormarsch und dessen Ausgangsbedingung, den kapitalistischen Normalzustand, zu stoppen.

Vor diesem Hintergrund wollen wir uns aus den jeweiligen Perspektiven unserer Arbeitskreise fragen: Wie kann unter den aktuellen Bedingungen allgemeiner Unsicherheit und Angst ein solches emanzipatorisches Projekt entstehen? Wie können wir damit anfangen, Solidarität in allen Bereichen der Gesellschaft zu stärken?

Sonntag, 26. März 2017, 15 Uhr
„Neu kämpfen lernen in den Städten – die Frage nach der sozialen Frage“
Vom AK Recht auf Stadt

Sonntag, 02. April 2017, 15 Uhr
„Haven’t we all been anxious for a very long time? – Feministische Positionen zu Prekarität und Unsicherheit“
Vom AK Queer-Feminismus

Sonntag, 09. April 2017, 15 Uhr
„Den völkischen Konsens brechen?“
Vom AK Antifa

Alle Veranstaltung finden im Wohnzimmer statt. Wer nicht weiß wo und was das ist, schreibt uns einfach eine Mail an pekari@riseup.net.

Und wer sich inhaltlich schon etwas für die Gesprächskreise einlesen möchte, der_dem sei dieser sehr inspirierende Text ans Herz gelegt (natürlich keine Voraussetzung zur Teilnahme): Analyse und Kritik – „Eine Maschine zur Bekämpfung der Unsicherheit“

Salonkommunismus im Winter 2016

Für Januar und Februar haben wir einen neuen Salonkommunismus angesetzt: Wir wollen uns in drei Veranstaltungen mit der Geschichte linksradikaler Politik auseinandersetzen. Eine gute Gelegenheit um bei all dem antifaschistischen Trubel zur Zeit mal ein bischen sonntagsmäßig zur Ruhe zu kommen. Schaut vorbei und bringt wie immer auch gern eure eigenen Bücher und andere Materialien mit! Wir treffen uns zu den jeweiligen Veranstaltungen immer ab 15Uhr im „Wohnzimmer“. Den Flyer gibts hier.

HISTORY IS UNWRITTEN !? –
Linksradikale Bewegungsgeschichte in der BRD

Salonkommunismus Winter 2016 | Sonntags immer ab 15Uhr

Bei radikalen Linken in Deutschland drückt der Schuh an allen Ecken und Enden. In brandstiftenden PEGIDA-Zeiten gelingt es uns mal wieder kaum aus der Defensive zu kommen. In den eigenen Reihen ist dennoch viel in Bewegung: Gruppen entstehen, andere verkünden ihre Auflösung, Strategie -und Organisierungsdebatten toben durch alle Strömungen und wir stecken da irgendwo mittendrin.
Aus dieser Wahrnehmung heraus, wollen wir mal zum Bewegungsgeschichtsbuch greifen, um nach Anreizen für die aktuelle Debatten zu suchen. Geschichtslosigkeit ist ein großer Fehler linker Organisierungsprojekte, weshalb wir eine Auseinandersetzung mit „unserer eigenen Geschichte“ gerade für jüngere Gruppen zentral sein sollte. So können wir versuchen, unserem eigenen politischen Handeln und dem Verständnis von radikaler Politik eine historische Tiefe zu geben und uns, sowie das ein oder andere eingefahrene Muster politscher Praxis selbst besser verstehen und vielleicht überdenken. Es gilt aus vergangenen Kämpfen und Geschichten linken Scheiterns zu lernen, Erfahrungen vorheriger Generationen zu tradieren, Selbstkritik zu ermöglichen. Wir wollen der Ideologie vom Ende der Geschichte eine Auseinandersetzung mit linker Geschichte entgegensetzen.

24.Januar 2016: Um wen und was gehts?
Für den ersten gründsätzlichen und einführenden Teil stellen wir uns u.a. folgende Fragen: Wer ist diese “Bewegung”, auf wen beziehen wir uns da eigentlich (nicht)? Was heißt linke, linksradikale Geschichte? Warum ist eine Auseinandersetzung damit sinnvoll? Was erhoffen wir uns davon? Wir wollen dann in der Diskussion und je nach Interesse versuchen, uns für die kommende Veranstaltung auf einige ausgewählte Strömungen festzulegen.

07.Februar 2016: Wie war das damals mit….?
Im zweiten historisch-konkreteren Teil wollen wir uns dann jene ausgewählten Epochen aus der linken Geschichte genauer anschauen. Was waren Analysen und Theorien, Aktionsformen, politische Strategien und Organisierungsformate der Gruppen? Entstehungsgründe, Stärken, Schwächen? Was war ihre Selbstkritik bzw. Kritik an der bisherigen Linken? Was war der politische gesellschaftliche Kontext, in dem sie agiert haben?

21.Februar 2016: Heute und Morgen
Im dritten aktualitätsbezogenen Teil wollen wir uns die jüngsten historischen Entwicklungen und aktuellen Strategie- und Organisierungsdebatte der radikalen Linken ansehen. Inwieweit stecken die alten Konzepte noch darin, sind also Produkt der eigenen Geschichte? Was ist also übrig geblieben, was hat sich stark verändert in dem Selbstverständnis der Strömungen? Was können wir in der aktuellen Situation in der BRD, jener „Ruhe und Ohmacht im Herzen der Bestie”, aus der Geschichte für die Zukunft mitnehmen?

ARBEIT NERVT- Salonkommunismus im JUNI/JULI

Flyer SK ARBEIT NERVT